Meine Heilung

Meine erste Zeit in meiner Auszeit neigt sich dem Ende zu, morgen werde ich den Tannerhof nach 4,5 Wochen verlassen und weiterziehen.

 

Ich darf auf eine intensive und heilsame Zeit zurückblicken. Intensiv, weil es keinen Tag gab, an dem ich nicht herausgefordert war und daran gewachsen bin, heilsam, weil meine Bauchwunde gut verheilt ist und weil ich heute sagen kann, dass ich zu meinen Themen (Herzens-Verbindung, Berührung, Liebe Wahrheit, Freiheit) ein für mich grosses Stück gewaschen bin, viele Antworten gefunden/erhalten habe, eine innere Ruhe entstehen durfte und ich das Gefühl habe, dass das Sehnen kein Schmerz mehr sein muss, sondern das Sehnen sich eher anfühlt, wie eine kindliche Freude auf das Christkind.

 

Kindliche Freude ist das passende Stichwort, denn ich bin ein Mensch, der über die Visualisierung lernt und lebt. Es hilft mir, wenn ich mir etwas, ein Konzept, eine Vorstellung oder eine Idee in Bildern vorstellen kann und das weiss die geistige Welt auch zu nutzen, denn ich erhalte oft Bilder, die mir oder auch anderen Menschen helfen.

 

Um meine Heilung für mich fassbar machen zu können, sind auch zu den obigen Themen Bilder entstanden, dich ich nun gerne beschreibe. Auch hier wieder mit dem Vorbehalt, dass es meine Bilder sind, und sie nicht eine allgemein gültige Wahrheit darstellen.

 

Verbindung

In diesen Wochen durfte ich die Verbindung mit allen und allem ein Stück mehr erkennen und erleben. Ich durfte vertieft erleben, dass ich ein Körper-Seele-Geist Wesen bin, wobei ich den Geist (nicht der Verstand, sondern das Göttliche) nur erahnen kann und mich in einer tiefen Hingabe dem Geheimnis zuwenden kann. Doch der Körper und die Seele sind mir ein grosses Stück näher gerückt. Ich werde diese Erkenntnisse nun in einem Bild versuchen zu erklären:

1.    Durch die Achtsamkeitsübungen der 5 Sinne, der Körperempfindung, der Gefühle und der Gedanken bin ich mir selber ein Stück nähergekommen. Ich bin mir bewusst, dass ich Körper mit Gliedern, inneren Organen, einem Herz, den Sinnen, den Gefühlen und den Gedanken bin. Das heisst, ich sage mir immer wieder: ICH BIN KÖRPER mit Beinen, Augen, Organen, Wut, Freude…. . Dies hilft mir, mich mir SELBER im Jetzt bewusst zu sein. 

Durch den Atem, den ich als Verbindungsglied zwischen meinen Körperteilen, den Gefühlen und den Gedanken erfahre, verbindet sich mein Körper zu einer Einheit, zu einem EINSSEIN in mir selber. Ich bin in meinem Körper zu Hause.

2.    Durch das tief verankerte Erkennen und Bejahen der Tatsache (für mich), dass ich Seele bin, die einen Körper bewohnt, sage ich anschliessend immer wieder zu mir: ICH BIN SEELE, die im Herzen wohnt, die meinen Körper belebt (einen sichtbaren physischen Körper, und 3 unsichtbare Köper, Ätherkörper, Astralkörper, Mentalkörper), die mir als Erfahrungswerkzeug, als Erlebnisgefäss dienen. Ich darf über die Glieder, die 5 Sinne, die Körperempfindungen, die Gefühle und die Gedanken, über mich selber Erfahrungen machen, erleben, lernen, um dadurch zu meinem wahren SELBST zu finden, denn ich bin als Seele reine LIEBE und WEISHEIT. So entsteht neu der Satz, ich als Seele habe Gefühle und Gedanken und ich bin dankbar für jede Erfahrung, denn sie lässt mich als Seele bewusst werden.

Durch den Atem, den ich als Verbindungsglied von Körper und Seele erlebe, verbindet sich meine Seele mit dem Körper, die Verbundenheit, das EINSSEIN dehnt sich aus auf Körper und Seele. Ich bin in meiner Seele zu Hause.

3.    Durch das kindliche Erahnen, dass es ausser mir und meiner Seele etwas viel Grösseres gibt, spüre ich eine Verbindung zum Göttlichen, das aus ganz verschiedenen Bereichen besteht. Ich habe eine kleine und eingeschränkte Ahnung, was das Göttliche ausmacht: ich erahne eine unendliche, grosse göttliche Seele, die alles durchdringt, verbindet und wie das Luftbild im letzten Blog, überall ist. Diese Seele ist in allem und überall vorhanden und lässt mich spüren, dass ich mit der Erde, der Natur, den Tieren, den Menschen, den geistigen Wesen (und was es noch alles gibt) verbunden bin. Ich habe zwar als Mensch eine persönliche Seele, doch diese ist nicht abgetrennt von der «grossen Seele» und dem «Göttlichen» dahinter.

Durch den Atem, den ich als Verbindungsglied von meinem Körper, meiner Seele und der «grossen Seele, dem Göttlichen» erlebe, spüre ich eine Ausdehnung, die sich manchmal unendlich anfühlt. Es entsteht eine absolute innere Ruhe, ein Frieden, eine Glückseligkeit. Die Verbundenheit, das EINSSEIN dehnt sich über den Körper, zur Seele bis zum Göttlichen aus. Ich bin im Göttlichen zu Hause.

 

Heilung in der Verbindung

Heil-Sein heisst Ganz-Sein und ich habe vor der Operation schon gespürt, dass ich Heilung brauche. Das grosse Sehnen, das ich in den letzten Jahren gespürt habe, galt dem Ganz-Sein, dem Eins-Sein, und zwar nicht, wie ich dachte, das Einssein mit Menschen, sondern in mir selber, ich und mein Selbst/meine Seele, ich und das Göttliche. In diesem Eins-Sein durfte ich für mich spektakuläre Schritte erleben, die mich in eine unendliche Dankbarkeit bringen. Ich weiss, dass ich dies nicht alleine erarbeitet habe, sondern in der Hingabe geschenkt bekommen habe. DANKE!!

 

Meditation zur Verbindung

Hierzu meditiere ich jeden Morgen. Dieser Meditations-Ablauf (oder auch nur ein Teil davon) hilft mir auch untertags, immer wieder in die Verbindung zu kommen. 

 

1.     Verneigung vor dem grossen Göttlichen (Devotion/Hingabe)

2.     In die Präsenz des Körpers gehen (beobachten, was sich im Körper zeigt, in die Körperempfindung gehen oder Körperteile begrüssen, mich bei Körperteilen und 5 Sinnen bedanken, mit einzelnen Stellen oder auch Organen Kontakt aufnehmen – eine Ich-Du Beziehung in der Präsenz aufbauen.

3.    Mich meiner Seele im Herzen bewusstwerden, z.B. im Ich-Du begrüssen, mich als Seele mit dem Körper verbinden, in die Körperempfindung mit dem Herzen gehen, ein inneres Lächeln spüren. (eine Herzensverbindung entsteht)

4.    Von oben (Kronenchakra) und von unten (Basischakra) ins Herz atmen, im Wissen, dass der Atem das Bindeglied vom Geistigen zum Physischen ist.

5.    Mich mit meiner Seele identifizieren, die göttliche Energie, die ich einatme über das Herz ausatmen und so ausdehnen.

6.    Die Ausdehnung soweit zulassen, wie es geht, im Vertrauen, dass meine Seele keine Grenzen hat und ich nahtlos in die Verbindung mit der göttlichen Seele gehen kann.

 

Und doch…

Ich kann das unmöglich den ganzen Tag halten. Immer wieder verliere ich die Verbindung zu mir, zu meinem Körper, zu der Präsenz, zu meiner Seele, zum Göttlichen.

 

Heilung durch die Liebe, Wahrheit, Freiheit

Und da kommt die Liebe mir selber gegenüber ins Spiel! Ich möchte mich immer weniger verurteilen. Ich möchte immer mehr annehmen, was gerade ist, ob verbunden oder nicht-verbunden, ob emotional oder nicht-emotional, ob im Gedankenkarussell oder in der inneren Ruhe. Ich möchte im Vertrauen leben, dass ich meine Gedanken beruhigen darf, mir bewusst sein darf, dass ich nicht die Gedanken bin, sondern eine Seele bin, dass es jetzt gerade die Wahrheit ist, was ich fühle und empfinde um so die Identifikation mit den Gedanken und den Gefühlen aufzugeben. Ich möchte als Seele, mit dem Herzen hinhören  und ernst nehmen, was mir mein Körper sagen möchte. Denn jede Trennung von meinem Selbst, jede Emotion, jeder Widerstand zeigt mir auf, wo ich noch wachsen darf, wo ich eine Blockade oder ein Glaubenssätze oder… habe, die mich einschränken, die mich von der Verbindung abhalten. Ich möchte mir nichts mehr vormachen, mich nicht mehr belügen, die Wahrheit, das heisst die Schattenseiten von mir akzeptieren und annehmen. Ich möchte eine innere Freiheit erleben, die mich nicht mehr unter Druck setzt, perfekt zu sein und ich möchte mich nicht mehr schämen, dass ich nicht perfekt bin. Ich möchte mein Leben leben, in Dankbarkeit, dass jede Situation genauso ist, wie sie jetzt gerade sein soll, dass ich durch meinen Körper erfahren und daraus lernen darf und auch immer mündig entscheiden kann, ob und wie ich die Situation ändern kann, denn ich muss nicht leidend aushalten, wenn ich annehme. Ich darf für das kommende Jetzt neu entscheiden. 

 

Berührung in der Herzensverbindung

Diese Erkenntnis, dass ich mit allem und allen verbunden bin, lässt mich eine Berührung in allen und allem erleben. (Denn alles ist Energie: Blicke, Töne, Gerüche, Geschmäcker, Körperberührung, Gefühle, Gedanken, die 4 Elemente, die Natur, die Pflanzen, die Tiere, die grosse Seele, die geistige Welt…). Und jede Energie ist Berührung und ich kann sie mit meinem Körper und auch über mein Herz, als Seele wahrnehmen. Und dieses Wahrnehmen über das Herz meine ich, wenn ich von Herzensverbindung spreche. Ich verbinde mich mit meinem Herzen und nehme die Berührung, die Energie wahr. (das ist auch der Inhalt meiner Meditation). Ich bin sicher, das ist Nahrung für die Seele!!

 

Bereitschaft zum Wachstum

Wachstum stelle ich mir als eine Aufwärtsspirale vor. Ich erlebe das Leben so, dass ich immer wieder an ähnliche Themen in meinem Leben stosse, doch es freut mich auch, dass ich oft merke, dass ich ein Stück darin gewachsen bin, auch wenn es nur ein kleines Stück ist. Ich drehe eine weitere Ehrenrunde zu diesem Thema, in der Bereitschaft, hinzusehen, zu reflektieren, loszulassen, zu wachsen. Und diese Spirale erlebe ich als Mensch, als Frau, als Mensch im Entdecken meiner Seele, Als Mensch im Üben der Hingabe dem Göttlichen gegenüber. Da ich weiss, dass es nie zu Ende ist, möchte ich mich nicht stressen, sondern jeden Moment annehmen und Schritt für Schritt vorwärts gehen. Ich möchte in einem kindlichen Staunen, in einer kindlichen Neugierde, das Leben leben und mich überraschen lassen, was auf mich zukommt.

 

Danksagung - Bitte

Ich möchte mich bei allen Kräften, die an meiner Heilung beteiligt waren, bedanken. Ich spüre eine unendliche Dankbarkeit!!

Und ich möchte alle Kräfte bitten, mich auch in der zweiten Hälfte meiner Auszeit zu begleiten und zu unterstützen.